Chris Biesterfeldt attackiert geradlinigen Jazz auf ‘Urban Mandolin’

Die Rezension erschien erstmals am 11. November 2013 im Examiner.

Chris Biesterfeldts neue CD ‘Urban Mandolin’ ist erstaunlich. Ich kenne Chris als einen großartigen Gitarristen, seit er zum ersten Mal nach New York kam und ihn noch nie Mandoline spielen hörte. (Eigentlich habe ich noch nie jemanden so auf der Mandoline Jazz spielen hören). Was er hier getan hat, erfordert nicht nur viel Geschick, Geschmack und Kreativität, sondern auch viel Mut! “ Dave Stryker

In Chris Biesterfeldts Release vom 5. November 2013 ersetzt die Mandoline Klavier und Gitarre in einem Rhythmus, der überraschend geschickt, angenehm und anders ist als ein typischer Kreisruck mit Geradeausfahrt. Der Gitarrist des Broadway-Orchesters überraschte viele Leute in der Branche, indem er die Mandoline in dieser überraschenden Veröffentlichung aufnahm. Viele seiner Mitmusiker hatten buchstäblich keine Ahnung, dass der Typ Mandoline spielen könnte, geschweige denn so.

Ein Gitarrist hat es schwer genug, da es in die traditionelle Straight-Ahead-Jazz-Session passt. Oft ist er der Witzbold, während die Anbetung ständig zum Klaviermann strömt. Treten Sie zur Seite und lassen Sie die großen Jungs ihren Job machen. Nun, in Urban Mandolin haut Biesterfeldt mit seinem Akustik-Team, dem Bassisten Adam Armstrong und dem Schlagzeuger Eric Halvorson, diese elitäre Haltung in verrückten, frenetischen und praktikablen Schlägen um.

Sie greifen nicht auf elektronische Fusionstricks zurück, um ihren Standpunkt zu vermitteln. Das brauchen sie nicht. Mit Bällen an der Wand greifen sie eine atemberaubende Vielfalt von Coverversionen an, die auf einem geradlinigen, traditionellen Jazz-Album keinen Sinn ergeben sollten, es aber dennoch tun. Es gibt viel zu berichten: Beach Boys ‘herzzerreißend zerbrechliches “God Only Knows”, Charlie Parkers “Quasimodo”, Frank Zappas “Rollo Interior”, Weather Reports “Teen Town”, Dizzy Gillespies “Bebop”, Wayne Shorters “Witch Hunt” (in 6/8), Thelonious Monks “Bye-Ya”, Eddie Harris ‘”Freedom Jazz Dance”, konservierten die Klassiker Chick Coreas “Armando’s Rhumba” und Pat Methenys “Bright Size Life”, Brecker Brothers “Some Skunk Funk”. Insgesamt 16 realisierte, sehr ehrgeizige Coverversionen wurden zu Jazzstandards, die an der Übersetzung der urbanen Mandoline nur sehr wenig zu leiden hatten.

Bälle.

Ted Eschliman von Jazzmandolin.com hatte den gleichen Eindruck, geben oder nehmen Sie das lächerliche Tempo der gesamten Produktion. „Außerhalb des brasilianischen Choro-Ensembles hört man nicht oft, wie die Mandoline die Energie in einer Band treibt, geschweige denn, sie während einer einstündigen Aufnahme aufrechtzuerhalten. Selbst in seiner bekannteren Bluegrass-Rolle tritt das Instrument in den Hintergrund der Zusammenarbeit von Banjo oder Gitarre. Wenn wir Kritik hätten, wäre es der unermüdliche Gang durch das gesamte Manifest des Songs. Das Tempo, in dem die Scheune brennt, ist grenzwertig hyperämisch, aber auf der gesamten CD mitreißend und befriedigend. “

Biesterfeldt hält vor KC und der Sunshine Band in diesem stallbrennenden, unglaublich blitzschnellen Tempo wegen eines verrückten Gefühls. Er könnte leicht jeden Track zu Tode hämmern, wie es ein geringerer Spieler könnte, aber er tut es nicht. Er erhöht die Intensität wie ein Mann, der besessen ist, aber am anderen Ende herauskommt, um auf den Boden zu treffen. Bevor er es tut, nimmt er jede Notiz und brennt sie nieder. Im glühenden „Bebop“ klimpert Biesterfeldt nicht nur wie ein Kind auf seiner Mandoline. Er zerreißt jede Saite und versucht, in ein unbekanntes Geheimnis einzudringen, wie ein verrückter, unerwiderter Dichter.

In „Freedom Jazz Dance“ erschließt Biesterfeldt die hawaiianischen Tropen und benutzt seine Mandoline als unmögliche Ukulele auf einem Acid-Funk-Trip. Shrapnel, der in diese Mod-Strangulation hineingestoßen ist, entweicht die lateinische Mandoline vollständig zu einem Instrument der entzückenden Folter.

„Armandos Rhumba“ ist eine Trommelsession, in der byzantinische Verwüstungen zwischen sanftem, perkussivem Flüstern und dem seitwärts geworfenen Mandolinengeruch liegen.

Für viele Popfans verbessern sich die Klassiker der Beach Boys tendenziell in den Coverversionen. Nichts ist eleganter als das chorbereite „God Only Knows“. Captain & Tennille haben in ihrer Version aus den 1970er Jahren eine fast gospelhafte Komponente des Songs herausgearbeitet und ein einfaches Liebeslied in die Hemisphäre des Universellen Erhabenen gehoben. Biesterfeldt verwandelt seine bescheidene Mandoline erneut in ein Instrument, das die Zerbrechlichkeit der Liebe herbeiführt und das Gefühl durch Manipulation der Saiten in eine Religion verwandelt, als würde er sanft an Toffee ziehen.

Biesterfeldt gelingt es nicht ganz, in Bonnie Raitts Pop-Hit von 1991, „Ich kann dich nicht dazu bringen, mich zu lieben“, dieselbe Opferglut zu bringen Ende jedes Ziels.

Chris Biesterfeldt erhebt den geradlinigen Jazz aus einer wohl aussterbenden Rasse. Er erhebt die Mandoline auch zu einem Instrument, das die größte Veränderung bewirken kann.